Zebrafische und transgene Mäuse: Tierversuche

Kein schönes Thema. Besonders für Tierfreunde nicht. Das Tierversuche für eine ALS-Therapieentwicklung unverzichtbar sind, ist aber in der Wissenschaft unstrittig. Das wichtigste Versuchstier in der ALS-Forschung ist die Maus, genauer gesagt das "SOD G93A Mausmodell". Auch wenn diese Bezeichnung etwas anderes vermuten lässt, handelt es sich um lebendige Tiere und nicht um einen Apparat. Diese Mäuse werden genmanipuliert, so dass sie eine Krankheit entwickeln, die "modellhaft" der ALS bei Menschen entspricht. Tausende dieser "Modellmäuse" werden in Labors rund um die Welt mit den unterschiedlichsten Therapien "behandelt". Zeigen sich positive Wirkungen, ist diese Therapieform ein Kandidat für klinische Tests an Menschen. Mäuse sind unter anderem deshalb so beliebt bei Wissenschaftlern, weil in ihnen wegen ihrer relativ kurzen Lebenserwartung der Stoffwechsel und Krankheitsverlauf sehr schnell abläuft und somit auch Wirkungen sehr schnell sichtbar werden.
Neben Mäusen sind auch Ratten, Zebrafische und Fruchtfliegen im Einsatz. Die Nutzung von Hunden wird diskutiert, weil sie im Gegensatz zu den anderen Versuchstieren auch in der Natur eine ähnliche Krankheit wie ALS entwickeln und ihr Nervensystem näher an dem eines Menschen ist.