2618 Unterschriften für mehr ALS-Forschung

Vor vier Jahren, im Juli 2009 wurde unsere Initiative gegründet. Gleichzeitig ging diese Website online und wir veröffentlichten den Aufruf “Stop ALS – Für mehr Forschung gegen eine grausame Krankheit“. 2618 Personen haben diesen Aufruf in der Zwischenzeit unterschrieben. Wir haben jetzt entschieden, die Sammlung von Unterschriften damit zu beenden und möchten uns nochmals bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern bedanken.

Wir sind zwar nach wie vor der Meinung, dass die ALS-Forschung in Deutschland mehr Unterstützung braucht. Aber wir sehen auch, dass sich viel getan hat. Einige der wichtigsten Forderungen, die wir in unseren Gesprächen mit Politikern vorgebracht haben, sind inzwischen erfüllt. Dazu gehört:

– Im letzten Jahr wurde endlich und im zweiten Anlauf die Förderung des “Kompetenznetz Motoneuronerkrankungen“ durch die Bundesregierung bewilligt. Damit ist eine verbesserte Koordinierung der Forschungsanstrengungen im Bereich ALS gewährleistet.


– In Ulm wurde Anfang des Jahres ein “ALS-Forschungszentrum“ eröffnet, in dem eigene Forschungsprojekte durch internationale Kooperationen angereichert werden.

– Das “Deutsche Zentrum für neurodegenerative Erkrankungen“ (DZNE), das bei seiner Gründung 2009 ausschließlich auf Parkinson und Demenzerkrankungen fokussiert war, hat inzwischen mehrere Projekte der ALS Forschung gestartet, unter anderem in dem ebenfalls in Ulm angesiedelten “virtuellen Institut“.

– Auch an anderen Standorten wurden wichtige und teilweise aufwändige Forschungsprojekte gestartet. Beispielsweise genannt sei die Stammzellen-Forschung an der Universität Tübingen.

– An der Charité in Berlin wird eine Stiftungsprofessur für ALS-Forschung eingerichtet, die von der Initiative “Hilfe für ALS kranke Menschen“ eingeworben wurde.

All dies sind wichtige Schritte in die richtige Richtung. Nichtsdestotrotz sind weitere Anstrengungen nötig. Denn nach wie vor sind die Mechanismen der ALS nicht entschlüsselt und eine wirksame Therapie ist nicht in Sicht. Weitere Anstrengungen sind nötig, um im internationalen Verbund einen Durchbruch in der Forschung zu erzielen.

Deswegen werden wir uns auch weiterhin für eine verstärkte öffentliche Förderung der ALS-Forschung einsetzen.